Über uns

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Tobias Hefti

Gründer von LT Shapes Hefti, 2020

 

 

Mein Vater war angefressener Wind-Surfer, um 1982 hat er einige Surfboards gebaut in der Garage. Von Sturm zu Sturm, von See zu See, immer den perfekten Konditionen hinterher gejagt. Mein 7 Jahre älterer Bruder hat sich wohl von der schieren „Besessenheit“ meines Vaters anstecken lassen und war früh auf den ersten Surftrips. Er war Monate lang in Frankreich und Spanien unterwegs und reiste in seinem Mini-Van von Bucht zu Bucht. Er war es wohl, der mir den Stoke vererbt/weitergegeben hat. Das Surfen liegt also in der Familie. Schon früh hat mich mein Bruder mit nach Bremgarten geschleift. Mit dem Fluss-Surfen um 2006 begann meine Surfgeschichte, in Zeiten, in denen man morgens um 6.00Uhr in Bremgarten noch alleine surfen konnte.  

 

Dann der erste Surftrip 2007, zwei Wochen in Ericeira im Surfcamp mit meinem guten Kumpel Luki (das L von LT). Unser deutscher Surfcoach hatte uns nur zwei Tage mit den Foamboards bestraft und uns bereits am dritten Tag Boards aus seinem 6 x 2.5m Surfboard-Cntainer aussuchen lassen. Schon damals merkten wir, was es ausmacht, das richtige, oder eben das falsche Board unter den Füssen zu haben. 

 

Wie man weiss sind die ersten Surfjahre je nach Location nicht gerade ein Zuckerschlecken. Dennoch war die Anziehung von Anfang an riesig. Dieser Adrenalinkick, der einem überkommt, wenn man in eine grüne Welle dropt, egal ob man gut surft und es sich verdienen musste, oder ob es eine von 1000 Wellen ist, egal mit welchem Board, egal an welchem Ort auf der Welt und eigentlich auch egal, wer links und rechts von einem im Wasser sitzt. Da zählt nur noch diese Naturgewallt und das Gefühl sie zu bändigen, die Energie zu seinen Gunsten zu nutzen, oder eben „gefressen“ zu werden und daran zu wachsen. Ab sofort ging es jede Ferien ans Meer, Frankreich, Portugal, Spanien, Bali, Kanaren, Central America, Marokko, Italien.. exzessive Surfferien in denen nichts ausser der Sport Platz hatte. Das Erforschen von neuen Spots und Erkennen der wichtigen Faktoren beim Entscheid ins Wasser zu gehen, oder weiter zuziehen hat mich sofort gepackt. 

 

Wir sind weit weg vom Meer, und in unserer Gesellschaft ist es nicht ganz so einfach den Ansprüchen und Erwartungen gerecht zu werden. Ein Faktor, der das „Hobby“ Surfen mit den regulären 4-5 Wochen Ferien zu einer echten Herausforderung machen kann. Wie kann man dem Meer also nah sein, ohne am Meer zu sein. Hier fällten Luki und ich den Entscheid, eigene Boards zu bauen. Das Shapen verbindet einem so eng mit dem Meer und den Wellen, dass man das Salzwasser beinahe riechen kann. Wir haben uns im Netz auf die Suche gemacht was man so braucht und waren überraschend schnell fündig geworden. Auf dem nächsten Frankreich-Trip liefen wir ins „Shaperhouse/Viralsurf“ in Biarritz mit der wohl grössten Auswahl an Shapersupply in ganz Europa. Eine halbe Stunde später verluden wir Harz, Fibre, Rohlinge, Finboxen in unseren Mini-Van. 

Zuhause angekommen ging es los mit der Recherche. Google, Youtube, Instagram und oh siehe da, es gibt Schweizer Shaper, wobei wir wegen Betriebsgeheimnissen keine detailliere Auskunft zu den Prozessen erhielten. In den folgenden Wochen haben wir die ersten 5 Boards gebaut im Keller meiner verstorbenen Grossmutter. Und das, ohne die wirklich Ahnung von Concave, Rocker, Railshapes zu besitzen. Nach 3 monatigem Board-Test in Zentral America kam ich zurück und wusste, das waren nicht unsere letzten DIY Boards. Rasch hatte ich die ersten acht Bestellungen von meinen Kollegen welche ihre Boards heute, 5 Jahre später, noch schätzen. Die damals entstandenen acht Basis-Shapes wurden in den letzten 5 Jahren immer wieder gebaut, jedes mal weiterentwickelt und die Details präzisiert. Organisches Wachstum war immer die Devise und hat sich bewährt. Mit den gut 120 Surfboards die seit dem Beginn von LT Shapes 2015 entstanden sind bin ich an einem Punkt, wo ich mit gutem Gewissen einwandfrei funktionierende Boards bauen kann. Der Entscheid das Hobby zum Haupterwerb zu machen kam Anfangs 2020, so setze ich nun alles auf eine Karte. 

 

Das LT - Team hat sich über die Jahre stetig verändert, gewachsen und wieder geschrumpft... ich schätze mich glücklich, dass ich in all den Jahren immer wieder interessierte und motivierte Helfer in meiner Werkstatt begrüssen durfte, die mir tatkräftig und mit der gleichen Leidenschaft für den Sport und das Handwerk zur Seite standen. 

Das Team

Victor Roth, Tobias Hefti, Nicola Fürer, Michael Schönenberger, Camilla Schollenberger (fehlt)

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